Sänger und Rezitator Max Erben am 16. November in der Stadtbibliothek

Sänger und Rezitator Max Erben mit Gitarre

Max Erben

Weil Geist uns ja erst Freude macht,

sobald er zu Papier gebracht

Am 16. November um 19:30 Uhr wird Max Erben auf Einladung des Fördervereins Texte und Lieder zu Büchern, Autoren und ihren Lesern vortragen. Die Veranstaltung findet in der Stadtbibliothek Voerde, Im Osterfeld 22, statt. Der Eintrittspreis beträgt 6 €. Karten können im Vorverkauf in der Buchhandlung Daniel & Haibach oder in der Stadtbibliothek Voerde erworben werden. Voraussichtlich sind an der Abendkasse auch noch Eintrittskarten erhältlich.

Max Erben setzt mit seinem Programm einen witzigen und würdigen Akzent rund um die Themen „Lesen“, „Bücher“ und „Literatur“. Er fand heraus, dass die deutschen Autoren – vorwiegend die heiteren – unter diesem Gesichtspunkt überaus produktiv waren. Leselust und Lesefrust werden vielfach belächelt, von Eugen Roth zum Beispiel, der den Mensch von Büchern hart bedrängt sieht, oder von Morgenstern, der fassungslos „entflieht, wenn er Europens Bücher sieht“.

Zum Lesen gehört das Schreiben, und auch da haben die Spötter es leicht, über die zwanghafte Angewohnheit der Schriftstellerkollegen zu lästern, die immer mehr und immer weiter all das produzieren, was wir lesen sollen. Für ihr nächstes Werk vernaschen die einen – wie Robert Gernhardt staunt – unablässig neue literarisch interessierte Bewunderinnen, die anderen dagegen tragen ihre Bekannten wie Käfer aufgespießt nach Hause, damit sie im neuen Roman verarbeitet werden können – so beobachtet es Klabund.

Max Erben hält den Leserinnen und Lesern einen vergnüglichen Spiegel ihrer Leselust und Neugier vor. In seinem Programm wird nicht allein gekonnt rezitiert, sondern es bietet auch mit vielen Vertonungen von Gedichten bekannter deutscher Autoren mit Gitarre eine unterhaltsame Abwechslung.

Max Erben wurde 1942 in Metz, Frankreich, geboren, machte in Deutschland Abitur und studierte in Köln Germanistik und Romanistik. Seit den 70er Jahren tritt Max Erben als Musiker an die Öffentlichkeit, zunächst mit französischer Folklore, ab 1976 beschäftigte er sich intensiv mit der musikalischen Liedtradition des osteuropäischen Judentums. Hinzu kommt seine Aktivität als Rezitator. Er hatte Auftritte in Deutschland, Belgien und Israel und machte 1987 eine erste Langspielplatte mit jiddischer Folklore, die zu Rundfunk- und Fernsehaufnahmen führte; 1989 folgte eine LP mit traditionellen französischen Liedern.

Seit mehr als zehn Jahren ist Max Erben Mitglied der Kölner Gruppe Liederschlag, die durch ihr Musikkabarett bekannt wurde. Auch mit dieser Gruppe hat Max Erben mehrere CD’s aufgenommen.